Fokus Künstler
vortragsreihe "zukunftsschmiede: Theater- und Medientheorie"
Anna Katharina Windisch
Affinitäten, Divergenzen und kultureller Transfer - Stummfilmmusik zwischen Wien und New York
Termin:
Donnerstag, 27. Februar 2014, 19 Uhr
in
den Räumen der Gesellschaft für Musiktheater
1090, Türkenstraße 19/Lift
Anna Katharina Windisch
Nach Absolvierung des
Diplomstudiums der Theater- Film- und Medienwissenschaften an der
Universität Wien im Sommer 2010 inskribierte Anna Katharina Windisch
für das Doktoratsstudium. In ihrer Dissertation befasst sie sich mit
nationalen und internationalen Phänomena in der akustischen Begleitung
von Stummfilmen und erforscht im Besonderen den kulturellen Austausch
zwischen Wien und New York. 2011/12 verbrachte sie ein Jahr als
Forschungsassistentin an der Universität Alberta in Edmonton, Kanada,
und ab Oktober 2012 war sie für ein Semester als wissenschaftliche
Mitarbeiterin des FWF-Projekts "Musik und Ton in Wiener Kinos, 1896 -
1930" (unter der Leitung von Dr. Claus Tieber) an der Universität
Salzburg beschäftigt. Ab März 2014 wird sie eine Stelle als Doktorandin
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften antreten. Sie
referierte auf nationalen und internationalen Konferenzen und arbeitet
derzeit als Mitherausgeberin an einer Monographie zur Wiener
Stummfilmmusik und an dem Sammelband "The Sound of Silent Films. New
Perspectives on History, Theory and Practice" (Palgrave Macmillan).
Ausgehend
von den Recherchen für ihre Dipomarbeit, in welcher sie die
amerikanische Stummfilmmusik zwischen 1910 und 1920 anhand einer
Filmmusikkolumne in der amerikanischen Fachzeitschrift "Moving Picture
World" untersuchte, widmet sich Anna Katharina Windisch in ihrem
Dissertationsprojekt dem internationalen Vergleich der akustischen
Filmbegleitpraktiken, fokussiert auf zwei kulturell signifikante
Großstädte der Jahrhundertwende, Wien und New York. Dieser Vergleich
soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufdecken und schließlich den
kulturellen Transfer zwischen diesen beiden Standorten untersuchen,
welcher sich anhand verschiedener Stränge nachzeichnen lässt.